Neuigkeiten

Conversational Interviewing, 2014

Die strikte Einhaltung standardisierter Gesprächsführung in Interviews gilt in der quantitativen Datenerhebung als zentrale Voraussetzung einer standardisierten Messung. Dies wird mit dem Ziel verfolgt, im Interviewgespräch den Interviewereinfluss auf die Datenqualität soweit wie möglich zu minimieren. Es kann trotz aufwändiger Schulungen nicht immer davon ausgegangen werden, dass Interviewer in der jeweiligen Gesprächssituation grundsätzlich standardisiert agieren.…

Riechen, Hören, Fühlen. Methodische Anmerkungen zur Erhebung für die „Vermächtnisstudie“ von ZEIT, WZB und infas

Schon mehrfach hat die langjährige infas-Interviewerin versucht, eine ihrer Befragungspersonen persönlich zu Hause anzutreffen. Im Verlauf von 14 Tagen sucht sie die entsprechende Adresse, ein kleines Häuschen am Stadtrand einer norddeutschen Kleinstadt, nun schon zum dritten Mal auf. Sie ist immer wieder zu einem anderen Wochentag und stets zu anderen Uhrzeiten gekommen: einmal vormittags, einmal…

Mobile Personen – was tun, damit sie in der Stichprobe nicht verloren gehen?

Mobilität beschäftigt uns in der Umfrageforschung nicht nur als Untersuchungsgegenstand oder bei inhaltlichen Fragestellungen. Sie kann unter anderem ein Grund dafür sein, warum von uns ausgewählte und kontaktierte Personen nicht teilnehmen können. Nicht-Teilnahme, egal ob aus Gründen fehlender Erreichbarkeit oder weil eine Person explizit verweigert, bedeutet immer einen Ausfall einer Stichprobeneinheit. Ausfälle jeglicher Form bergen…

Wohnmobilität – eine Frage des Lebensstils

Städte und Regionen, im Besonderen deren Wohnungsmärkte, befinden sich in einem ständigen Wandel. Neu ist jedoch die Dynamik und die Komplexität dieser Entwicklungen. In Deutschland gibt es gegenwärtig keinen gleichförmigen Wohnungsmarkt, stattdessen prägt eine Vielzahl von regionalen Teilmärkten das Bild. Gesellschaftliche Entwicklungen haben das Nachfragergefüge gründlich verändert, sodass nahezu allerorts quantitative und qualitative Anpassungen des…

Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement. Eine Studie bei vier besonders belasteten Arbeitnehmergruppen

Neuroenhancement – populärwissenschaftlich auch als „Gehirndoping“ bezeichnet – steht für den Versuch gesunder Menschen, die kognitive Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden durch die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne eine medizinische Indikation zu verbessern. Über Neuroenhancement liegen erheblich voneinander abweichende epidemiologische Befunde vor.