Stichprobenkonzepte

Anerkannter Auswahlrahmen

Die ADM-Stichprobe

Der renommierte Arbeitskreis Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. (ADM) ermöglicht es infas, Zufallsstichproben auf Basis eines aktuellen Auswahlrahmens zu ziehen.

infas ist nicht nur Mitglied im Branchenverband ADM, sondern ebenso in der Arbeitsgemeinschaft Stichproben dort aktiv und hat Zugriff auf den jeweils aktuellsten Auswahlrahmen. Damit ist infas eines von wenigen Sozialforschungsinstituten, das bei sozialwissenschaftlichen Untersuchungen den anerkannten und oft in Ausschreibungen vorausgesetzten Auswahlrahmen des ADM nutzen kann. Dieser umfasst mehrere Netze für Face-to-Face-Befragungen über den Random-Route-Ansatz. Zudem werden die Auswahlgesamtheiten für Festnetzstichproben und Mobilfunkstichproben mit jährlicher Aktualisierung zur Verfügung gestellt. 

Untersuchungen, teilweise mit infas-Beteiligung, bestätigen, dass inzwischen rund jeder zweite Anschluss nicht mehr in allgemein zugänglichen Registern gelistet ist. Am höchsten ist der Anteil nicht gelisteter Festnetzanschlüsse in Großstädten. Darüber hinaus sind jüngere Personen, Single-Haushalte und Personen mit niedrigem Bildungsniveau häufiger nicht im Telefonbuch eingetragen als Ältere oder Mehrpersonenhaushalte.

Neben gelisteten (in Telefonregistern eingetragenen) Nummern nutzen wir daher zufällig generierte Nummern bei der Stichprobenziehung und ziehen sie mit entsprechenden Inklusionswahrscheinlichkeiten ein. In Deutschland wurde in diesem Zusammenhang ein Lösungsvorschlag von Häder/Gabler entwickelt, der in der Praxis in großem Maßstab erprobt ist.

Sowohl dem Auswahlrahmen für Festnetznummern, als auch dem Auswahlrahmen für Mobilfunknummern  liegt das Häder/Gabler-Verfahren zu Grunde. Bei diesem Verfahren werden Telefonnummern im Festnetz oder im Mobilfunk synthetisch generiert, da allgemein zugängliche Verzeichnisse wie Telefonbücher auch im Festnetzbereich nur einen unvollständigen Auswahlrahmen bieten.