Joachim Scholz
Leiter Unternehmenskommunikation
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j.scholz@infas.de
Das KnowledgePanel ist ein ausschließlich offline rekrutiertes Befragungspanel mit mehreren über 40.000 befragungsbereiten Teilnehmenden. Es basiert auf einer Zufallsstichprobe, das sorgt für verlässliche und hochrechenbare Ergebnisse. infas bietet das Knowledge Panel in Kooperation mit Ipsos an und ermöglicht damit belastbare Studienergebnisse, die hohen wissenschaftlichen Standards genügen.
Das KnowledgePanel bietet sozialwissenschaftlichen Forscher:innen Zugang zu einer methodisch besonders belastbaren Datengrundlage. Im Unterschied zu klassischen Online-Access-Panels basiert es auf einer offline rekrutierten Zufallsstichprobe der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Da die Teilnehmenden nicht durch offene Selbstregistrierung in das Panel gelangen, sondern auf Basis bekannter Auswahlwahrscheinlichkeiten rekrutiert werden, schafft das Panel zentrale Voraussetzungen für inferenzstatistische Analysen und bevölkerungsbezogene Schätzungen.
Die Rekrutierung erfolgt über etablierte zufallsbasierte Stichprobenverfahren, darunter telefonische und adressbasierte Auswahlmethoden. Ergänzend werden die erhobenen Daten gewichtet und an externe Bevölkerungsparameter angepasst, um bekannte Verzerrungen aufgrund unterschiedlicher Teilnahmewahrscheinlichkeiten zu reduzieren. Dadurch entsteht eine Datengrundlage, die insbesondere für gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen, politische Meinungsforschung sowie die Analyse sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen geeignet ist.
Ein besonderer Vorteil des KnowledgePanels liegt in seiner breiten Abdeckung relevanter Bevölkerungsgruppen. Neben umfangreichen soziodemografischen Informationen stehen zahlreiche Profilmerkmale zur Verfügung, darunter Bildung, Erwerbstätigkeit, Haushaltssituation, Einkommen, Mediennutzung, politische Einstellungen und weitere gesellschaftliche Indikatoren. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert und ermöglichen differenzierte Analysen von Teilgruppen sowie die effiziente Identifikation spezifischer Zielpopulationen.
Für Forschungsprojekte erfolgt die Stichprobenziehung als stratifizierte Zufallsauswahl aus dem Panelbestand. Dadurch können gezielt Analysen nach Alter, Geschlecht, Region, Bildung oder Migrationshintergrund unterstützt werden, ohne die methodischen Vorteile einer Zufallsstichprobe aufzugeben. Umfangreiche Qualitätskontrollen, Plausibilitätsprüfungen sowie die Identifikation auffälliger Antwortmuster sichern zusätzlich eine hohe Datenqualität.
Da dieselben Personen über längere Zeiträume hinweg wiederholt befragt werden können, eignet sich das KnowledgePanel zudem hervorragend für Längsschnitt- und Trendstudien. Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungen lassen sich dadurch nicht nur auf Aggregatebene, sondern auch auf individueller Ebene untersuchen. Gleichzeitig bleibt die praktische Umsetzbarkeit erhalten: Trotz des anspruchsvollen Stichprobenansatzes können Feldzeiten häufig auf dem Niveau etablierter Online-Befragungen realisiert werden.
Als Teil einer internationalen Knowledge-Panel-Infrastruktur ermöglicht das deutsche KnowledgePanel darüber hinaus länderübergreifende Studien unter vergleichbaren methodischen Standards. Für sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Stiftungen, Verbände und öffentliche Auftraggeber bietet es damit eine seltene Kombination aus wissenschaftlicher Qualität, hoher Datenverfügbarkeit und operativer Effizien
Eigenschaften und Vorteile:
Das KnowledgePanel unterscheidet sich von vielen herkömmlichen Online-Panels durch seine wissenschaftlich fundierte Rekrutierung. Interessierte können sich nicht selbst registrieren. Stattdessen werden Teilnehmende auf Basis von Zufallsstichproben ausgewählt und außerhalb des Internets zur Mitgliedschaft eingeladen. Da die Auswahlwahrscheinlichkeiten bekannt sind, lassen sich die erhobenen Daten statistisch belastbar auswerten und für repräsentative Aussagen nutzen.
Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt ausschließlich über wissenschaftlich etablierte Zufallsverfahren. Eine Selbstrekrutierung durch Interessierte ist nicht möglich. Dabei werden beispielsweise adressbasierte Stichproben und telefonische Auswahlverfahren genutzt. Durch dieses Vorgehen kann nachvollzogen werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit Personen in die Stichprobe gelangen. Diese bekannte Auswahlchance bildet eine wichtige Grundlage für statistische Auswertungen und repräsentative Forschung. Die Rekrutierung richtet sich an deutschsprachige Erwachsene ab 18 Jahren in Privathaushalten.
Das KnowledgePanel bildet die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 18 Jahren ab. Mitglieder stammen aus unterschiedlichen Altersgruppen, Bildungsniveaus, Regionen und gesellschaftlichen Hintergründen. Dadurch können sowohl bevölkerungsrepräsentative Studien als auch Analysen spezifischer Zielgruppen durchgeführt werden.
Neben grundlegenden Angaben wie Alter, Geschlecht und Wohnregion werden zahlreiche weitere Profildaten erhoben. Dazu zählen unter anderem Informationen zu Bildung, Beruf, Haushalt, Einkommen, Mediennutzung, politischen Einstellungen und gesellschaftlichen Themen. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert und gepflegt, um eine hohe Aktualität und Qualität der Informationen sicherzustellen.
Für jedes Forschungsprojekt wird eine geeignete Stichprobe aus dem bestehenden Panel gezogen. Auf diese Weise lassen sich sowohl allgemeine Bevölkerungsbefragungen als auch gezielte Untersuchungen bestimmter Teilgruppen umsetzen.
Die hohe Datenqualität beginnt bereits bei der zufallsbasierten Offline-Rekrutierung. Da keine offene Selbstregistrierung möglich ist, wird damit das Risiko von Bots oder gefälschten Nutzerkonten deutlich reduziert. Ergänzend kommen verschiedene Qualitätskontrollen zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Prüfungen auf ungewöhnlich kurze Bearbeitungszeiten, auffällige Antwortmuster sowie fortlaufende Plausibilitätskontrollen. Zusätzliche technische und methodische Maßnahmen tragen dazu bei, die Zuverlässigkeit der Daten langfristig zu sichern.
Die Repräsentativität basiert auf dem Zusammenspiel von Zufallsauswahl und statistischer Gewichtung. Auch wenn unterschiedliche Bevölkerungsgruppen theoretisch die gleiche Chance haben können, ausgewählt zu werden, unterscheiden sich Menschen in ihrer Teilnahmebereitschaft. Gewichtungsverfahren helfen dabei, solche Unterschiede auszugleichen und die Ergebnisse möglichst nah an die tatsächliche Bevölkerungsstruktur anzupassen.
Eine kontrollierte Befragungsfrequenz trägt dazu bei, die Motivation der Panelmitglieder langfristig hochzuhalten. Gleichzeitig werden Ermüdungseffekte reduziert, die sich negativ auf die Qualität der Antworten auswirken könnten. Dieses Vorgehen unterstützt eine dauerhaft hohe Verlässlichkeit der erhobenen Daten.
Der Schwerpunkt liegt zwar auf Online-Befragungen, dennoch kann das Panel auch für andere Erhebungsformen genutzt werden. Je nach Forschungsziel sind beispielsweise telefonische, schriftliche oder kombinierte Befragungsansätze möglich. Dadurch lässt sich die Datenerhebung flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen.
Das KnowledgePanel eignet sich insbesondere für Studien, bei denen belastbare und repräsentative Aussagen über die Grundgesamtheit erforderlich sind, also Inferenzstatistiken benötigt werden. Zu den typischen Einsatzbereichen gehören gesellschaftliche Analysen, politische Meinungsforschung, Gesundheits- und Sozialstudien, Untersuchungen zum Medienverhalten sowie Markt- und Verbraucherforschung. Auch langfristige Entwicklungen und Veränderungen innerhalb bestimmter Bevölkerungsgruppen können auf dieser Grundlage zuverlässig untersucht werden.