Sozialforschung - Bildung und Lebenslanges Lernen

Der technologische und wirtschaftliche Wandel verändert die Anforderungen an Arbeitsprodukte, Prozesse und berufliche Tätigkeiten. Die Produkt- und Prozessinnovationen verändern die Tätigkeitsprofile von Arbeitnehmern und die Anforderungen an die Qualifikationen.

infas-Studien zeichnen seit den 80er Jahren solche Veränderungen der industriellen Beziehungen und der beruflichen Anforderungen nach. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Qualifikationserhalt bzw. der Qualifikationsentwicklung durch berufliche Weiterbildung. Mittels Panelstudien und Wirkungsanalysen untersucht infas die individuellen und betrieblichen Faktoren für die Weiterbildungsteilnahme.

Die traditionelle Differenzierung zwischen (Primär-)Bildung und Weiterbildung weicht auch untersuchungsmethodisch immer mehr der Perspektive vom lebenslangen Lernen. Die biografische Bildungsforschung, die ihren aktuellen Höhepunkt im Nationalen Bildungspanel (NEPS) findet, ist der Ausdruck dieses Konzeptwechsels. infas wirkt an mehreren Modulen des NEPS mit.

Der Bibliotheksindex (BIX) wurde von der Bertelsmann Stiftung initiiert und sechs Jahre betreut. Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken finden sich in einem Leistungsvergleich zusammen. Das Projekt feierte 2008 sein zehnjähriges Jubiläum, wird weiter von infas wissenschaftlich begleitet und inzwischen von Fachinstitutionen getragen.
Lesekompetenz ist ein Schlüssel zu vielen Erfahrungswelten. Book Crossing am Straßenrand ist eine Form, auf preiswertem Weg den eigenen Lese- und Bildungshunger zu befriedigen. infas ist den individuellen Möglichkeiten und Zugangsformen in verschiedenen Projekten nachgegangen. Wichtige aktuelle Beispiele sind das von der Bundesregierung initiierte Nationale Bildungspanel (NEPS), in dem das Institut Teilaufgaben übernimmt, oder die Studie „Arbeiten und Lernen im Wandel“ im Auftrag des IAB, die individuellen Bildungskarrieren nachspürt.
Thema der infas-Forschung: Im jungen Erwachsenenalter manifestieren sich zunehmend die Auswirkungen des eingeschlagenen Bildungswegs. Er ist ein Schlüssel für Erwerbschancen und die gesellschaftliche Teilhabe.

Themenfelder, die infas zu Bildung und Lebenslangem Lernen regelmäßig untersucht sind:

  • Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung
  • Kosten und Nutzen der Weiterbildung für Individuen
  • Weiterbildung als Bestandteil Lebenslangen Lernens
  • Evaluationen von Weiterbildungsangeboten
  • Wiedereingliederungschancen von arbeitslosen Personen durch Weiterqualifikationsprogramme
  • Erhebung und Analyse von Bildungsbiografien

Kontakt

Doris Hess

Bereichsleiterin Sozialforschung

Tel. +49(0)228/38 22-413
d.hess(at)infas.de

Kontakt

Dr. Helmut Schröder

Bereichsleiter Sozialforschung

Tel. +49(0)228/38 22-406
h.schroeder(at)infas.de