Um die Startbedingungen von Arbeitnehmern mit Migrationshintergund auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu verbessern, sind hinreichende Deutschkenntnisse im beruflichen Kontext eine wichtige Voraussetzung. Die allgemeinen Sprachkurse für Migranten werden deshalb um Angebote für eine berufsbezogene Sprachförderung ergänzt. Dieses Bundesprogramm wird aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert; für die Umsetzung und Abwicklung des Programms ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) untersucht infas die Umsetzung, die Inanspruchnahme (Monitoring) sowie Wirkungen des Förderprogramms. Die Evaluation umfasst mehrere Teilstudien.
Im Rahmen einer Implementationsanalyse werden explorierende Interviews mit Vertretern ausgewählten Träger des ESF-BAMF-Programms durchgeführt. Die in den Experteninterviews gewonnenen Erkenntnisse werden mit Hilfe einer standardisierten, telefonischen Befragung bei der Grundgesamtheit der beteiligten Bildungsträger auf eine repräsentative Datenbasis gestellt. Neben den Monitoringdaten bildet eine repräsentative Erhebung bei den Programmteilnehmern den Kern der Studie. Im Rahmen von Classroombefragungen werden rund 3.200 Personen in einem Panelansatz zweimal während ihres Sprachkurses beim Bildungsträger befragt. Mit Hilfe einer Vergleichsstichprobe wird die Wirkung der Sprachförderung geprüft. Die Kontrollgruppe wird anhand von ausgewählten Merkmalen aus Prozessdaten der Arbeitsagenturen und Grundsicherungsstellen gewonnen.