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Das Vermächtnis

Zur Methode

An der Befragung zur Vermächtnisstudie von DIE ZEIT, infas und WZB nahmen zwischen Anfang Juli und Mitte Oktober 2015 insgesamt 3.104 zufällig ausgewählte Personen in der gesamten Bundesrepublik teil. Die gute Antwortbereitschaft der Deutschen führte im Ergebnis zu einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung und einem Datenbestand wertvoller Informationen.

Ein eigens entwickelter Fragebogen

Der Fragebogen ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit der Wissenschaftler von WZB und infas und den Journalisten der ZEIT. Für die Vermächtnisstudie wurde in mehreren Konferenzen ein eigener, ganz neuer Fragebogen entwickelt. Bei der Erhebung dauerte das Interviewgespräch im Durchschnitt 102 Minuten. Die Befragten kamen mit der Befragung gut zurecht, da vor dem Feldeinsatz gründliche Tests auf Verständlichkeit der Fragen durchgeführt worden waren. 
Hohe Qualitätsansprüche bei der Erhebung Für die Vermächtnisstudie galten hohe methodische Standards. Die Erhebung wurde als sogenannte CAPI-Befragung (Computer Assisted Personal Interview) durchgeführt. Dabei fand ausnahmslos jedes Interviewgespräch persönlich-mündlich statt. Alle 228 für diese Studie im bundesweiten Radius tätigen Interviewer waren mit einem Laptop ausgerüstet, auf dem das Fragebogenprogramm installiert war.  Neben einer studienspezifischen Schulung wurden auch ein Studienhandbuch sowie die eigens hergestellte Ausstattung für sensorische Messungen ausgegeben.

Neuartige sensorische Messungen

Diese in der Vermächtnisstudie eingesetzten sensorischen Messungen stellen eine Besonderheit der Studie dar. Für die drei Sinne – Riechen, Fühlen und Hören – wurden spezielle Sinneseindrücke ausgewählt, die gut voneinander zu unterscheiden waren und den Befragten einen weiten Deutungsraum eröffneten. Bei der Befragung wurden kleine Duftdosen für einen Riechtest, ein Fühlbeutel für eine haptische Erhe-bung sowie ein Rhythmusmodul zum Vorspielen während des Interviewgesprächs bereitgestellt. Die Befragten sollten beim Riechen ihre Eindrücke zu den vier Düften Grapefruit, Rose, Heu und Leder äußern. Für das Fühlen betasteten sie vier Oberflächen: glattes Plastik, Stahlwolle, Plüsch- und Filzstoff. Und sie hörten vier verschiedene Rhythmen, die zwischen ruhig-gleichmäßig und schnell-unregelmäßig variierten. Zu jedem dieser Reize konnte angegeben werden, welcher subjektive Eindruck am ehesten der aktuellen Situation der Befragten entsprach. Darüber hinaus wurde gefragt, welches Gefühl bzw. welchen Eindruck man zukünftigen Generationen wünscht und was man für die Zukunft tatsächlich erwartet.

Stichprobe und Qualitätskontrollen

Auch für die Stichprobe wurde die beste Methode gewählt. Basis der Befragung war eine Personenstichprobe aus Adressregistern zufällig ausgewählter Gemeinden. Die Grundgesamtheit bildete die in Privathaushalten der Bundesrepublik lebende Wohnbevölkerung im Alter zwischen 14 und 80 Jahren. Die Vorteile des Verfahrens: Die Interviewer erhielten feste Kontaktdaten zur Bearbeitung. Ferner konnten alle ausgewählten Personen vor Befragungsstart angeschrieben und über die Studie informiert werden. Die Aufklärung über den Datenschutz erfolgte ebenfalls schriftlich. Selbstverständlich ist eine Teilnahme der Befragten stets freiwillig. Die Zusicherung einer anonymen Auswertung gehört zum Standard seriöser Umfrageforschung. Bei der Auswertung interessiert die Identität einzelner Personen generell nicht.

Ein breites Datenfundament

Mit der Erhebung zur Vermächtnisstudie wurde ein reichhaltiger Datenbestand erzielt. Ein breites Fundament für neue Perspektiven auf die Gesellschaft von heute und morgen. Kein Polaroidfoto, vielmehr eine Röntgenaufnahme zu Befindlichkeiten, Wünschen und Sorgen der Bevölkerung. Unter exakter statistischer Überprüfung sind in der Studie alle Altersgruppen, sozialen Schichten und Wohnregionen Deutschlands repräsentiert.

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