Projekte

Verkehrs- und Mobilitätsforschung

Mobilität in Deutschland (MiD)

Die Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten. Sie wird in etwa alle fünf Jahre durchgeführt. Die Erhebung wird 2016/17 wie in den Jahren 2002 und 2008 von infas durchgeführt. Eine Besonderheit der MiD ist die Möglichkeit der regionalen Aufstockung der Erhebung. So ist die Studie ein gemeinsames Projekt des BMVI sowie zahlreicher regionaler Partner. Damit liefert die Studie nicht nur Ergebnisse für ganz Deutschland, sondern auch für Bundesländer und einzelne Regionen. Insgesamt werden zwischen Juni 2016 und September 2017 über 135.000 Haushalte befragt. Davon entfallen 30.000 auf den Auftrag des BMVI. Über 100.000 Interviews werden von den regionalen Partnern finanziert. 

Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Die Studie Mobilität in Deutschland liefert ein aktuelle Datengrundlagen zu wichtigen Einflussgrößen der Mobilität und bildet die Basis für Verkehrsmodelle. Sie ist für die Verkehrsplanung, für Forschung und das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse von Bedeutung und liefert die quantitativen Hintergrundinformationen für politische Entscheidungen.

Von infas wurde die MiD erstmals im Jahr 2002 in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, durchgeführt und im Jahr 2008 zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Berlin, wiederholt. Im Jahr 2016/17 kooperiert infas im Rahmen der Studie mit der IVT Research GmbH, dem Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der infas 360 GmbH. 

Die Ergebnisse der jüngsten Mobilität in Deutschland-Studie stehen ab 2018 zur Verfügung.

Polizeispielauto steht vor Kreisverkehr auf einem Spielteppich


Methode

Für die Erhebung 2016/17 werden insgesamt rund 130.000 Haushalte in Deutschland befragt. Es wird eine Stichprobe in einem Triple-Frame-Ansatz aus Einwohnermelde-, Festnetz- und Mobilfunkstichprobe eingesetzt. Im ersten Schritt wird je Haushalt wird ein Haushaltsfragebogen erhoben, der die Haushaltsmitglieder, ihre Soziodemografie und Mobilitätsaustattung erfasst. In einem zweiten Schritt protokolliert jedes Haushaltsmitglied für einen vorgegebenen Stichtag seine durchgeführten Wege. Diese Stichtagserhebung umfasst ein ganzes Jahr, so dass auch saisonale Schwankungen der Mobilität erfasst werden. Die Erhebung findet im Methodenmix aus telefonischen, schriftlich-postalischen und Online-Interviews statt. Sie startet Ende Juli 2016 und wird über ein Kalenderjahr bis September 2017 durchgeführt.

Auftraggeber

Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und regionale Auftraggeber

Projektzeitraum

8 / 2015 - 5 / 2018

Kooperationspartner

IVT Research GmbH