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Österreich unterwegs: Ministerium präsentiert die Ergebnisse

infas ist ein gefragter Spezialist für umfassende nationale Mobilitätserhebungen. Neben der Studie „Mobilität in Deutschland“, die das Institut nach 2002 und 2008 zurzeit zum dritten Mal gemeinsam mit verschiedenen Partnern betreut, und einer demnächst startenden Erhebung im Großherzogtum Luxemburg wurde auch die Erhebung „Österreich unterwegs“ von infas zusammen mit dem Wiener Partner Triconsult Wirtschaftsanalytische Forschung GmbH erfolgreich durchgeführt.

Die Erhebung von „Österreich unterwegs“ fand im Zeitraum von Ende Oktober 2013 bis Ende Oktober 2014 statt. Jetzt wurde die Auswertung der Daten durch den Auftraggeber und weitere Beteiligte abgeschlossen. Die aufbereiteten Daten sind im Rahmen eines „Open Government Data“-Ansatzes verfügbar. Die Erhebung, die mit der deutschen Studie „Mobilität in Deutschland“ vergleichbar ist, ist die erste österreichweite Mobilitätserhebung seit dem Jahr 1995. Sie basiert auf einem Standard zu Mobilitätserhebungen in Österreich, der im sogenannten KOMOD-Handbuch dokumentiert ist.

Ziel von „Österreich unterwegs“ war es, landesweit Mobilitätsdaten gemeinschaftlich und einheitlich zu erheben, auszuwerten und zu verwalten. Unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) in Wien haben sich die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG), die Österreichischen Bundesbahnen Infrastruktur AG (ÖBB) sowie die Bundesländer Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Tirol an der Studie beteiligt. Durch dieses gemeinsame Vorgehen liegen nun aktuelle Ergebnisse zum Mobilitätsgeschehen in Österreich vor. Sie werden für die weitere Verkehrsplanung genutzt. Darüber hinaus liefern sie wichtige Erkenntnisse zur Umweltbelastung durch den Alltagsverkehr.

Insgesamt haben rund 17.000 Haushalte an der Studie teilgenommen und unter anderem die Wege erfasst, die alle Haushaltsmitglieder an zwei vorgegebenen Stichtagen zurückgelegt haben. In den Haushalten wurden dazu 38.220 Personen befragt, die zu 76.440 Stichtagen Auskunft gaben. Insgesamt wurden 196.604 Wege und darüber hinaus Informationen zu 24.011 haushaltszugehörigen Kfz erfasst.

Die empirische Studie „Österreich unterwegs“ liefert umfassende Daten zur Mobilität:

[...] Hochgerechnet auf ein gesamtes Jahr ergibt sich eine Jahresverkehrsleistung der Österreicherinnen und Österreicher ab 6 Jahren von rund 104 Milliarden Kilometern bei 7,5 Milliarden Wegen, für die in Summe 3,3 Milliarden Stunden benötigt werden. 76 Milliarden Kilometer entfallen auf den motorisierten Individualverkehr. 21 Milliarden Kilometer entfallen auf den öffentlichen Verkehr, davon wiederum 11 Milliarden Kilometer auf die Eisenbahn (inkl. Schnellbahn). Fuß- und Radwege machen in Summe 4 Milliarden Kilometer aus. [...]“

heißt es dazu in der Projektkurzfassung. Doch die Studie liefert mehr als diese hochgerechneten statistischen Eckwerte. Sie lässt erkennen, wer wann zu welchen Anlässen unterwegs ist. Erfasst wurden auch das Verkehrsmittel und die genauen Ausgangspunkte und Zielorte. Verknüpft mit soziodemografischen und weiteren räumlichen Merkmalen entstand eine vielfältige Auswertungsbasis.

Eine ausführliche Darstellung der Studie „Österreich unterwegs“ inklusive umfassendem Ergebnisbericht ist auf der Webseite des Bundesministeriums zu finden. Ein Vortrag von infas zur Einordnung der Ergebnisse in den internationalen Kontext finden Sie hier.

Innsbruck

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