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Neue Regionalstudie zum Familienleben in Bremerhaven und Schwerin

Unter dem Titel „Nachhaltige Veränderungen und Ungleichheiten im Familienalltag durch die Corona Pandemie“ startet unter Leitung von Katharina Manderscheid, Professorin an der Universität Hamburg, und Robert Follmer, Bereichsleiter bei infas, eine Studie zu den ungleichen Auswirkungen der Pandemie auf Familien aus verschiedenen sozio-ökonomischen Milieus. Mit dem Forschungsprojekt sollen die kurz- und mittelfristigen Folgen, die durch die Einschränkungen der Erwerbs- und Betreuungsmöglichkeiten, der sozialen Kontakte und des Freizeitangebotes entstehen, ermittelt werden.

Für das Projekt werden exemplarisch mit Bremerhaven und Schwerin zwei Städte gewählt, die ähnlich groß sind, sich aber im durchschnittlichen Einkommen und den Lebensverhältnissen unterscheiden. Ausgewählt wurden sie nach statistischen Kriterien aus der infas 360-Regionaldatenbank. Während Bremerhaven zu den ökonomisch und infrastrukturell schlecht aufgestellten Städten zählt, weist Schwerin höhere Haushaltseinkommen sowie eine bessere Infrastruktur auf.

Als regionale, nicht repräsentative Fallstudie, orientiert sich das Projekt an der klassischen Marienthal-Studie und nutzt ein ganzes Bündel sozialwissenschaftlicher Erhebungsmethoden. Der Fokus liegt dabei jeweils auf kompletten Haushalten und den Blickwinkel ihrer Akteure auf die Familiensituation. Geplant sind verschiedene standardisierte Erhebungen, offene Interviews, filmische und fotografische Dokumentationen und Beobachtungen vor Ort.

Das Projekt wurde unter mehr als 1.000 Bewerbungen gemeinsam mit rund 100 anderen Vorhaben zur Förderung durch die Volkswagen Stiftung ausgewählt. Es startet im Februar 2021 und wird voraussichtlich im Juli 2022 abgeschlossen sein.