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infas erforscht das Reiseverhalten der Deutschen für Eurostat

Wer reist wie oft warum wohin? Auf den ersten Blick eine ganz einfache Frage. Antworten suchen die europäische Statistikbehörde Eurostat und das Statistische Bundesamt im Rahmen ihrer kontinuierlichen Berichterstattung. infas befragt dafür seit 2012 jährlich 10.000 Bundesbürger.

Um saisonale Effekte kontrollieren und das Reisegeschehen eines ganzen
Jahres hochrechnen zu können, erfolgen die Interviews quartalsweise. Dies erfordert von den Befragten im Rahmen der retrospektiven Berichterstattung ein gutes Erinnerungsvermögen. Erhoben werden längere Reisen, die mit einer Übernachtung verbunden waren. Einmal im Jahr wird dieses System durch eine Spezialerhebung zu Tagesausflügen ergänzt. In beiden Fällen kommt es auf eine eindeutige und doch leicht verständliche Reisedefinition an.

Durch ein mehrstufiges Fragenprogramm wird die Rückerinnerung unterstützt. Dabei sind zunächst nicht die Reise selbst, sondern eher der Anlass und das Ziel der Ankerpunkt für eine zuverlässige Rückerinnerung und Berichterstattung. Methodenexperimente zeigen hier je nach Stimulus deutlich unterschiedliche Reisehäufigkeiten.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist wie so oft die Stichprobe. Bei bundesweiten telefonischen Interviews setzt infas inzwischen ein Dual-Frame-Verfahren aus generierten Festnetz- und Mobilfunknummern ein. Dies führt zu einer besseren Coverage und kleineren Gewichtungsfaktoren.

Bezogen auf den Erhebungsgegenstand zeigen sich deutliche Unterschiede: Die über Mobilfunk erreichten Zielpersonen berichten im Schnitt über mehr Reisen als Befragte aus der Festnetzstichprobe. In der Kombination beider Verfahren ergeben sich hochgerechnet zuverlässigere Ergebnisse, die besser zu anderen externen Marktkenngrößen passen, als eine der beiden Zugangsformen für sich genommen.

Weitere Informationen zu der Erhebung des Reiseverhaltens für Eurostat finden Sie auf der DESTATIS-Website.

junge Frau mit Rucksack schaut einem Flugzeug beim starten zu