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infas erforscht das Dunkelfeld der Kriminalität

Das von der Polizei als Straftat bewertete Verhalten und sämtliche Rechtsverletzungen von strafrechtlichen Tatbeständen werden gemeinhin als „Kriminalität“ bezeichnet. Das Ausmaß der bei der Polizei angezeigten Kriminalität wird in Deutschland in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst. Die PKS gibt nur wenige Anhaltspunkte über die Veränderung der Kriminalität im Erfassungsbereich, da die Veränderung des Hellfeldes, also der angezeigten Delikte, nicht gleichzeitig eine Veränderung des Dunkelfeldes, also des nicht erfassten Bereiches beinhalten muss.

In Deutschland mangelt es bisher – anders als in anderen Ländern, insbesondere den USA und Großbritannien – an kontinuierlich durchgeführten Dunkelfelduntersuchungen mit einheitlichen Methodenstandards. Nunmehr findet eine bundesweite Erhebung des Dunkelfeldes statt, die mit ausreichend großer Fallzahl erstmals erlaubt, für alle Bundesländer detaillierte Aussagen treffen zu können. Die Untersuchung wird von infas im Auftrag eines Verbundes verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts in Freiburg durchgeführt.