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Ergebnisbericht verfügbar: Familienalltag in der Corona-Pandemie

Im Februar 2021 startete das Projekt „Nachhaltige Veränderungen und Ungleichheiten im Familienalltag durch die Corona-Pandemie“ des Fachbereichs Sozialökonomie der Universität Hamburg und dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft. Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung von ungleichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag von Familien aus verschiedenen sozio-ökonomischen Milieus. Dabei stehen sowohl kurz- als auch mittelfristige Folgen für das Familienleben durch Einschränkungen der Erwerbs-, Lern- und Betreuungsmöglichkeiten, der sozialen Kontakte und des Freizeitangebotes seit Pandemiebeginn im Fokus. Jetzt wurde ein erster Projektreport mit Ergebnissen erstellt.

Dass besser und schlechter situierte Familien unterschiedliche Erfahrungen mit der Pandemie machen und über unterschiedliche Coping-Strategien verfügen, darf vermutet werden. Welche Aspekte sich im Detail unterscheiden und mit welche Möglichkeiten die Resilienz in Familien auch für künftige, mit der Pandemie vergleichbaren Ereignissen, gesteigert werden kann, sind Themen des Forschungsprojekts.

Für die Untersuchung wurde ein explorativer Forschungsansatz gewählt. Exemplarisch wurden eher schlecht sowie eher besser situierte Stadtteile in Bremerhaven und Schwerin ausgewählt, um regionalspezifische Faktoren berücksichtigen zu können. Beide norddeutschen Städte haben jeweils etwa 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, weisen jedoch sehr unterschiedliche aktuelle Rahmenbedingungen auf.

Die Studie basiert auf Medienanalysen, einer Kombination aus Onlinebefragungen von Familien, qualitativen Interviews in Familien und mit Expertinnen und Experten vor Ort. Zusätzlich finden mit einem weiteren Partner Bemühungen um eine Filmförderung statt, um das Projekt auch auf diesem Weg zu dokumentieren. Zielgruppe waren Familien mit mindestens einem Kind unter 12 Jahren im Haushalt. Die Studie startete im Februar 2021 und wird voraussichtlich im Juni 2022 abgeschlossen sein.

Der erste Projektreport mit den bisherigen Studienergebnissen ist hier zu finden, die Studienwebseite der Uni Hamburg hier.