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BMAS veröffentlicht Studienergebnisse zu Werkverträgen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat ein Konsortium bestehend aus dem Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW, Mannheim) und infas in den vergangenen zwei Jahren eine umfassende Studie zu Verbreitung, Nutzung und möglichen Problemen von Werkverträgen durchgeführt. Jetzt wurden die Ergebnisse vom Ministerium veröffentlicht.

Die Untersuchung beinhaltet eine qualitative und eine quantitative Studie.

Das Ziel der qualitativen Untersuchung „Verbreitung, Nutzung und mögliche Probleme von Werkverträgen – Qualitative Betriebsfallstudien“ lag in der empirischen Erfassung des Spektrums und der qualitativen Vielfalt der Werkvertragsnutzung in der Bundesrepublik. Basierend auf einem methodisch kontrollierten mehrstufigen Auswahlprozess wurden im Rahmen der Studie im Verlauf des Jahres 2016 insgesamt 410 qualitative Interviews in 285 Betrieben vor Ort durchgeführt. Mittels systematischer Inhaltsanalysen der Interviews identifiziert die Studie unterschiedliche Einsatzgründe und Nutzungsvarianten von Werkverträgen. Weitere Ergebnisse betreffen das Verhältnis von Werkverträgen und Leiharbeit sowie die Formen rechtlicher Grauzonen, die im Kontext von Werkvertragsnutzungen auftreten.

Die quantitative Untersuchung analysiert erstmals auf Basis repräsentativer und teilweise umfangreicher Daten von mehr als 9.500 Unternehmen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Werkvertragslandschaft in Deutschland. Sie trägt dazu bei, wesentliche Informationsdefizite zur Verbreitung, Nutzung, Motivlagen und Ausgestaltung von Werkverträgen (insb. Arbeitsbedingungen und rechtliche Aspekte) auf der Grundlage von quantitativen und belastbaren Ergebnissen zu schließen. Überdies werden erste Abschätzungen der gesamten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die werkvertragsbedingte Vorleistungsnachfrage für ausgewählte Branchen vorgenommen. Die Vergabe von Werkverträgen erweist sich als ein weit verbreitetes Phänomen mit einer Vielfalt unterschiedlicher Nutzungsmuster.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie finden Sie hier (Teilstudie 1) und hier (Teilstudie 2).

Hände eines Mannes arbeiten an einer Werkbank

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