Kompetenz

Mit der Unternehmensschwester infas 360 stehen infas Experten zur Verfügung, die verschiedenste Datenquellen erfassen, aufbereiten und analysieren. Dadurch kann infas in Studien jederzeit externe Datenquellen hinzuziehen. 

Sei es bei der Stichprobenziehung oder beim Abgleich oder bei der Ergänzung von Befragungsdaten – infas kann auf einen umfassenden ergänzenden Datenpool von Unternehmensschwester infas 360 zurückgreifen. Die Einbeziehung von mikrogeografischen Merkmalen in sozialwissenschaftliche Studien, etwa Infrastrukturdaten, bietet der empirischen Forschung wertvolle zusätzliche Analyse- und Validierungsmöglichkeiten. Dadurch wachsen Qualität und Leistungsfähigkeit eines Forschungsprojekts.

Je nach Studienschwerpunkt lassen sich mikrogeografische Daten zu unterschiedlichen Themen anreichern:

  • Bevölkerung, Soziodemografie,
  • Aus- und Weiterbildung,
  • Arbeitsmarkt, Sozialversicherung,
  • Migration, Staatsangehörigkeit,
  • Bauen und Wohnen,
  • Verkehr und Umwelteinflüsse .

Ebenso ist es möglich, Infrastrukturmerkmale, wie etwa

  • Bildungseinrichtungen/Schulen,
  • Behörden/Verwaltung,
  • Gesundheitseinrichtungen/Praxen/Kliniken,
  • Seniorenheime/Behindertenheime,
  • Freizeiteinrichtungen,
  • Einkaufsmöglichkeiten,
  • ÖPV-Haltestellen/Verkehrswege

und deren Erreichbarkeit über Entfernungsberechnungen zuzuspielen. 

Auf diese Weise bieten sich innovative Ansätze, um beispielsweise Fragen zur Teilhabe oder Ressourcengerechtigkeit zu untersuchen. Auch ist es möglich, die Aussagen von Befragten mit objektiven Merkmalen abzugleichen. Doch auch an anderer Stelle bietet die Anreicherung sozialwissenschaftlicher Studien mit mikrogeografischen Merkmalen Vorteile:

  • Mit georeferenzierten Befragungsdaten und Geoinformationssystemen (GIS) sind Analysen von regionalen Teilpopulationen oder von räumlichen Phänomenen realisierbar. Die so gewonnen Erkenntnisse können wiederum als Karte oder Web-Applikation dargestellt werden und verdeutlichen so auch komplexe Sachverhalte.
  • Georeferenzierte empirische Befunde können außerdem feinräumig auf Basis von Schätzungen (Small-Area-Methoden) hochgerechnet werden. Damit sind regional differenzierte Ergebnisse auf Basis von vergleichsweise kleinen Stichproben möglich.
  • Merkmale aus der infas-360-Datenbank können nachträglich angereichert werden, um Populationen detaillierter zu beschreiben oder Segmentierungen zu erstellen. Die Auswahl der Merkmale kann dabei sowohl hypothesenbasiert als auch mittels Testanreicherung und Prüfung auf Korrelationen (Regression, Varianzanalyse) erfolgen.
  • Nicht zuletzt können die mikrogeografischen Daten bei Zielgruppen mit geringer Prävalenz helfen, fundierte Stichproben mit erheblich verringertem Screening-Aufwand zu gewinnen.

Um den Datensatz einer Befragung mit Daten aus unterschiedlichen Quellen zu verknüpfen, ist eine verbindende Variable erforderlich. Bei infas 360 wird diese über den Ortsbezug (Adresse oder Koordinate) in Form einer Georeferenz (PAGS-Code) realisiert. Dafür werden die Adressdaten (Stichprobe) einer empirischen Erhebung mittels Geocodierung mit der Georeferenz versehen. Dieser Vorgang sollte bereits im Vorfeld eines Forschungsprojekts eingeplant werden. Der Datenbestand von infas 360 ist mit PAGS bereits vollständig georeferenziert.

infas 360 PAGS

PAGS ist ein Raumordnungssystem, basierend auf amtlichen Strukturen. Mit PAGS lassen sich alle adressbasierten Daten geocodieren, lokalisieren und mit einem eindeutigen Gebäudeschlüssel versehen. PAGS ist standardisiert, offen (nicht proprietär), hoch präzise und lässt sich auf eine Vielzahl anderer räumlicher Ebenen übertragen. Somit gewährleistet das Raumordnungssystem von infas 360 bestmögliche Interoperabilität und ist daher ideal für den Datenaustausch geeignet.

Eine Übersicht über die mehr als 4.000 zur Verfügung stehenden Merkmale und die darauf basierenden Datenprodukte können Sie dem infas-360-Datenkatalog entnehmen.