Aktuelle Befragungen

Wissenschaftliche Begleitforschung zur Beratung von Menschen mit Behinderungen

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat der Gesetzgeber die Teilhabe und das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderungen gestärkt. Dabei bildet Beratung ein wichtiges Element, um die Ziele des BTHG zu stützen und zu erreichen. In diesem Zusammenhang hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Evaluation der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) auf Basis des §32 SGB IX beauftragt. Diese wissenschaftliche Begleitforschung wird gemeinsam von der Prognos AG, dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH und Frau Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.

Die wissenschaftliche Begleitforschung läuft insgesamt von 2018 bis 2022 und umfasst ein breites Bündel qualitativer und quantitativer Erhebungsverfahren und Untersuchungen. Dies schließt verschiedene Befragungen von Ratsuchenden und von Umsetzungsakteuren der Teilhabeberatung ein.

Ein wichtiger Teil der Untersuchung bildet eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Beratungslandschaft. Diese Bestandsaufnahme zielt zum einen auf die Erfassung der Beratungsangebote von Rehabilitationsträgern und trägerunabhängigen Beratungseinrichtungen. Zum anderen geht es um die Erfassung der Beratungsangebote der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB).

Die Begleitforschung möchte in diesem Rahmen zum Beispiel herausfinden:

  • Unter welchen Rahmenbedingungen arbeiten Beratungsstellen?
  • Auf welche Weise beeinflussen Teilhabeberatungen die gesellschaftliche Teilhabe ihrer Ratsuchenden?
  • In welchem Maße werden die Ziele der EUTB erreicht?
  • Welche Stärken und Schwächen weist die Umsetzung des EUTB-Förderprogramms auf?
  • Wie kann das Programm noch verbessert werden?

Das infas-Institut führt eine zweimalige schriftliche Befragung von Beratungsstellen durch, damit diese und weitere Fragen wissenschaftlich untersucht werden können. Im Herbst 2018 startet die erste Runde dieser Befragung. Rund 2.000 Beratungsstellen unterschiedlicher Trägerschaft erhalten einen schriftlichen Fragebogen per Post. Zusätzlich zu den schriftlichen Fragebögen kommt ein Online-Fragebogen zum Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der für die Befragung ausgewählten Beratungsstellen können den Fragebogen also entweder schriftlich oder online beantworten. Bei der Befragung werden alle Regeln des Datenschutzes eingehalten.

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt sowie Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten sind in dem Anschreiben enthalten, das allen ausgewählten Beratungsstellen zugesendet wird.

Auf der Homepage www.teilhabeberatung.de finden Sie weitere Informationen zu der auf Basis des §32 SGB IX eingeführten Förderung der EUTB.

Wir bedanken uns bei allen Beratungsangeboten und Beratungsstellen für Ihre Unterstützung durch die Teilnahme an dieser Studie!