Aktuelle Befragungen

Wissenschaftliche Begleitforschung zur Beratung von Menschen mit Behinderungen

Das Selbstbestimmungsrecht und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wurden mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) vom Gesetzgeber gestärkt. Dabei bildet Beratung ein wichtiges Element. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wird zur Umsetzung der neuen Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung, kurz EUTB, eine wissenschaftliche Begleitforschung durch die Prognos AG, das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft und Frau Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.

Die wissenschaftliche Begleitforschung läuft von 2018 bis 2022 und umfasst ein breites Bündel verschiedener Untersuchungen. Dies schließt auch Befragungen von den an der Umsetzung der Teilhabeberatung beteiligten Akteuren und den ratsuchenden Menschen ein.

Befragung von Beratungsangeboten

Im Frühjahr 2021 führt infas die zweite Runde einer schriftlichen Befragung der Beratungsangebote der EUTB sowie von Beratungsstellen von Rehabilitationsträgern und trägerunabhängigen Beratungseinrichtungen durch. Die erste Befragungsrunde mit insgesamt rund 1.000 Interviews fand bereits im Winter 2018/2019 statt. Die Befragung eröffnet zahlreiche Einsichten zur gegenwärtigen Beratungslandschaft im Feld der Teilhabe und Rehabilitation. Die erneute Befragung nach rund zwei Jahren ermöglicht es zudem, Veränderungen in der Beratungslandschaft abbilden zu können. Wir danken allen Beratungsangeboten für ihre Teilnahme!

Befragung von Ratsuchenden

infas führte im Sommer 2019 auch eine schriftliche Befragung mit Ratsuchenden durch. Dafür wurden Ratsuchende der zuvor bereits befragten Beratungsstellen (EUTB und von Rehabilitationsträgern und trägerunabhängigen Einrichtungen) gebeten, teilzunehmen. Die Beratungsangebote und Beratungsstellen unterstützten infas dabei, die Fragebögen an die Ratsuchenden zu verteilen.

Die Befragung wird im Jahr 2021 ebenfalls ein zweites Mal durchgeführt, um zu untersuchen, inwieweit Beratungsziele in der Zwischenzeit verwirklicht werden konnten. Für die Befragung erhalten die Ratsuchenden, die bereits an der ersten Erhebungswelle teilgenommen haben, einen schriftlichen Fragebogen per Post zugesendet. Es werden dabei alle Regeln des Datenschutzes eingehalten.

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt sowie Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten sind in dem Anschreiben enthalten, das allen Teilnehmern übergeben wurde.

Auf der Webseite www.teilhabeberatung.de finden Sie weitere Informationen zu der auf Basis des §32 SGB IX eingeführten Förderung der EUTB.

Wir bedanken uns bei allen Beratungsstellen und den Ratsuchenden für Ihre Unterstützung durch die Teilnahme an dieser Studie!