Verkehrsforschung – Mobilität in Regionen

Das Konzept: Regionale Verkehrserhebungen nach den methodischen Standards von Mobilität in Deutschland

infas hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadt­entwicklung 2002 die Studie "Mobilität in Deutschland" (MID) entwickelt und 2008 erneut durchgeführt (2002 in Kooperation mit dem DIW Berlin und 2008 mit dem Institut für Verkehrsforschung am DLR). Damit steht ein Erhebungsdesign zur Verfügung, das auch international Standards setzt. Die feste Orientierung an diesem Rahmen ermöglicht den problemlosen Vergleich mit bundesweiten und anderen regionalen Ergebnissen und sichert 1:1 nutzbare Zeitreihen.

Darüber hinaus werden die Untersuchungsbausteine behutsam an aktuelle Entwicklungen angepasst. 2008 wurden Online ­Erhebungen in der Phase des Haushaltsinterviews eingeführt. Die ab 2013 geplanten Erhebungen Mobilität in Regionen setzen dies konsequent fort. Ab dem nächsten Erhebungszeitpunkt werden auch bei den Personen­ und Wegeinterviews alternativ telefonische und Online-­Interviews parallel angeboten. Dieser Methodenmix bietet den Studienteilnehmern „ihren“ Zugang und sichert hohe Ausschöpfungsquoten.

Die Besonderheiten: Verkehrsträgerübergreifende Abbildung der Alltagsmobilität und regionaler Verflechtungen

Die Befragung bildet die gesamte Alltagsmobilität von zu Fuß zurückgelegten Wegen über das Fahrrad, den öffentlichen Nahverkehr bis zu Fahrten mit dem Auto und längeren Reisen ab. Dies erfolgt sowohl stichtagsbezogen über die komplette Woche von Montag bis Sonntag als auch generalisierend für übliche Nutzungsge­wohnheiten. Damit erlaubt die Studie sowohl Aussagen zum Verkehrsaufkommen und der Verkehrsleistung als auch zu Nutzersegmenten wie den ÖPNV-­Stamm­kunden, Fahrrad­ oder Autofahrern. Da in jedem Studienhaushalt möglichst alle Personen befragt werden, sind sogar Auswertungen zur Mobilität von Kindern möglich. 

Ein wichtiges Merkmal ist die Abbildung regionaler Verflechtungen. Dazu sollte die Erhebung jeweils stadt-­ oder gemeindeübergreifend einen größeren Verkehrsraum abbilden. Da sowohl für Wege innerhalb einer Gemeinde als auch darüber hinaus genaue Ziellagen erfasst werden, sind Auswertungen zu Pendlerbeziehungen und Verknüpfungen zwischen Stadt und Umland möglich. Ab der nächsten Erhebungs­welle können sogar Einpendler­ und andere „grenzüberschreitende“ Wege der Zielgemeinde zugeordnet werden. Damit werden noch exaktere Analysen des Verkehrsaufkommens möglich.

Die Zusatzpakete: Vertiefungsmöglichkeiten in individuell zusammenstellbaren inhaltlichen Fenstern

Das Basisprogramm umfasst bereits alle zentralen Inhalte für eine differenzierte Abbildung der Verkehrssituation in Ihrer Region. Doch oft sind Spezialisierungen gefragt. Dazu sieht bereits der Basisumfang regionale Fenster von etwa zwei Minuten Interviewlänge vor. Darüber hinaus haben wir verschiedene inhaltliche Befragungs-­ und Auswertungspakete entwickelt, die Sie dazu buchen können. Damit ist Ihre Erhebung nicht nur vergleichbar mit anderen regionalen oder bundesweiten Ergebnissen, sondern wird so individuell wie von Ihnen gewünscht!

Die optionalen Zusatzpakete

Nahmobilität

  • Fußweg- und Fahrradnutzungsqualität im Wohnquartier
  • Fahrradabstellmöglichkeiten am Haus und an Wegezielen
  • Nutzungswiderstände rund um das Fahrrad
  • Potentialbestimmung für Wege mit dem Fahrrad oder Pedelec 

Meinungen

  • Einstellungen zu verschiedenen Verkehrsmitteln
  • Abbildung von Nutzungsmotiven und Verkehrsmittelwahlentscheidungen
  • darauf aufbauende Segmentierungen und Potentialbestimmungen

PKW-Struktur

  • Typ, Baujahr, Motorleistungen, Antriebsarten und jährliche Kilometerleistung der PKW im Haushalt
  • Parkmöglichkeiten zu Hause und an möglichen Wegezielen

Öffentlicher Verkehr

  • Differenzierung der Ticketnutzung
  • anlassspezifische Erwägung und Nutzungshemmnisse gegenüber dem ÖPNV
  • Zufriedenheit mit dem ÖPNV-Angebot
  • Potentialbestimmung und Empfehlungen

Geocodierung

  • Adresserfassung für Ausgangspunkte und Wegeziele
  • Codierung und Zuordnung zu Verkehrszellen
  • Zuspielung von ÖPNV-Anbindungsqualitäten für Wegeziele

CO2-Bilanz

  • Zuspielung von CO₂-Werten für genutzte Autotypen und Produkte im ÖPV
  • Berechnung von personenbezogenen CO₂-Fußabdrücken im Alltagsverkehr
  • Hochrechnung der jährlichen CO₂-Emissionen

Die Stichprobe: Befragung aller Personen im Haushalt basierend auf den Meldeverzeichnissen

Qualität geht vor. Daher basieren alle Erhebungen auf Einwohnermeldestichproben. Damit können die zu befragenden Haushalte auch kleinräumig gezielt nach einem Zufallsverfahren ausgewählt und schon vor dem ersten Interview schriftlich informiert werden. Dies sichert eine hohe Ausschöpfung und ermöglicht Non­-Response­-Befragungen und Selektivitätsanalysen. Sie fließen in die Ergebnisprüfung, das elaborierte Gewichtungsverfahren sowie die Hochrechnungen ein.

Hinsichtlich der Größe und Zusammensetzung der Stichprobe beraten wir Sie zugeschnitten auf Ihre Region. Möglich sind Varianten von der Abbildung einzelner Stadtteile über regionale Teilbereiche bis hin zu Gesamtergebnissen etwa für einen Verkehrsverbund oder ein Bundesland. Je nach Anforderungen liegen die bisheri­gen Stichprobengrößen zwischen 500 und 6.000 Haushalten – also zwischen 1.000 und 12.000 befragten Personen bzw. 3.500 und 40.000 erfassten Wegen – ganz nach Ihrem Bedarf.

Die Berichterstattung: Umfassend und nach Ihren Bedürfnissen

Zur Dokumentation und Aufbereitung der Ergebnisse stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Auch diese können individuell zusammengestellt werden:

  • Datensätze im SPSS-­ oder STATA-­Format,
  • differenzierte Tabellenbände,
  • grafische Aufbereitungen und Ergebnispräsentationen,
  • Ergebnisberichte mit unterschiedlichen Umfängen.

Das Organisatorische: Abstimmung, Termine und Kosten

Die Vorlaufzeit für die Stichprobenziehung und Fragebogenabstimmung umfasst sechs Monate. Für die 2013 erfolgenden Erhebungen müssen Sie daher bis Juni 2012 über eine Teilnahme entscheiden. Das Budget verteilt sich auf die Jahre 2012 bis 2014. Die Erhebung erfolgt gestreckt über das komplette Kalenderjahr 2013. Die Kosten betragen für den Basisfragebogen, die Datenaufbereitung und tabel­larische Dokumentation 4.900­ Euro (zzgl. MwSt.) pro 100 Haushalte (bzw. etwa 200 befragte Personen und 700 erfasste Wege). Abhängig von der Zahl der Auftraggeber können sich diese Kosten noch verringern. Bereits damit halten Sie eine vollwerti­ge Studie in Ihren Händen. Je nach gewählten Zusatzpaketen und ausführlicherer Berichterstattung kommen weitere Kosten hinzu. Gerne besuchen wir Sie für eine ausführliche Beratung und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Der Zeitplan:

  • bis Juni 2012: Auftragsvergaben
  • bis November 2012: Ziehung der Stichproben und Fragebogenabstimmung
  • Januar  bis Dezember 2013: Feldzeit 
  • Juli 2013: Zwischenberichte
  • Januar bis Februar 2014: Datenaufbereitung
  • März 2014: tabellarische Auswertung
  • April bis Juni 2014: Präsentationen und weitere Berichterstattung

Kontakt

Robert Follmer

Bereichsleiter Markt- und Verkehrsforschung

Tel. +49(0)228/38 22-419
r.follmer@infas.de

Kontakt

Dana Gruschwitz

Projektleiterin

Tel. +49(0)228/38 22-431
d.gruschwitz(at)infas.de

Referenzen

Kunden der "Mobilität in Regionen" bzw. im Rahmen von MID-Aufstockungen:

  • Freistaat Thüringen
  • Hamburger Verkehrsverbund
  • Land Brandenburg
  • Land Hessen
  • Land Mecklenburg-Vorpommern
  • Land Nordrhein-Westfalen
  • Land Rheinland-Pfalz
  • Münchner Verkehrsverbund
  • Nordhessischer Verkehrsverbund
  • Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main
  • Stadt München
  • Stadt und Land Bremen
  • Region Hannover
  • Rhein-Main-Verkehrsverbund
  • Verkehrsverbund Großraum Nürnberg
  • Verkehrsverbund Rhein-Sieg