Sozialforschung - Senioren und Alter

Der Anteil älterer Menschen nimmt in Deutschland stetig zu. Zugleich steigt die Lebenserwartung der Menschen noch beständig. Aus beiden Entwicklungen resultieren besondere Anforderungen an die ökonomische Alterssicherung, das Wohn- und Verkehrsangebot sowie die soziale Einbindung und gesundheitliche Versorgung älterer Menschen.

In der Werkstatt moderner Erhebungsverfahren: Mit der Erfassung der individuellen Handgreifkraft – einsetzbar bei persönlich-mündlichen Befragungen – findet ein (im wahren Sinne des Wortes) gut handhabbares wie zuverlässiges Instrument zur Gesundheitsmessung Verwendung. Weil die Greifkraft des Menschen mit zunehmendem Alter abnimmt, ist diese Größe gerade in der Altersforschung von Bedeutung.
Hörgeräte haben sich von klobigen, umständlichen Geräten zu schicken, miniaturisierten Lifestyleprodukten entwickelt. Damit folgt ihre Entwicklung den Anforderungen vieler Anwender. Die Forschung zeigt: Stereotype, wie der Opa im Ohrensessel mit seinem Hörgerät, treffen nur noch für einen kleinen Teil der Altersgruppe zu. Die Lebensgestaltung im Alter ist sehr heterogen geworden.
Das SHARE-Projekt – in Deutschland mit dem Studientitel: „50+ in Europa“ – untersucht mit einem Panelansatz, wie sich das Leben von Menschen jenseits des 50. Lebensjahres in mehreren europäischen Ländern unterscheidet. Familienverhältnisse, Arbeit, Rente, finanzielle Sicherheit und Gesundheit sind die Themen. 15 europäische Länder nehmen teil. Seit der ersten Welle wird SHARE in Deutschland von infas durchgeführt.

Die Varianten, wie mit dem Alter umgegangen wird, verändern sich ebenfalls. Es gibt keine kollektiv geteilten Altersrollen mehr. Individualisierung und Differenzierung greifen auch beim Alter. Unterschiede zwischen den Alten waren noch nie so groß wie heute.

Themenfelder, die infas zum Thema Alter regelmäßig untersucht, sind:

  • Altern im Wandel,
  • Gesundheit und Alter,
  • Einstellungen zum mittleren Erwachsenenalter,
  • Unterstützung zwischen den Generationen,
  • familiale Unterstützung im Alter,
  • Externalisierungsstrategien von Unternehmen und die Folgen für ältere Arbeitnehmer,
  • Grundsicherung und gesellschaftlichen Teilhabe im Alter,
  • Bildung im Alter,
  • Evaluationen von unterstützenden Maßnahmen, beispielsweise dem „Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (GSiG)“.

Kontakt

Doris Hess

Bereichsleiterin Sozialforschung

Tel. +49(0)228/38 22-413
d.hess(at)infas.de

Kontakt

Stefan Schiel

Projektleiter

Tel. +49(0)228/38 22-424
s.schiel(at)infas.de