Sozialforschung - Familie und Jugend

Beruf, Partnerschaft und Familie und insbesondere die Rolle der Frau haben starke Bewertungsänderungen erfahren. infas begleitet mit seinen Studien kontinuierlich die Entwicklung und zeigt frühzeitig den Wandel und seine Herausforderungen. Klassische Rollenbilder erodieren zunehmend, und die Varianten von Familienleben, Partnerschaft oder Kinderbetreuung nehmen stetig zu.

Der Handtascheninhalt einer Managerin. infas hat mit seiner Forschung der Familienwelten vor allem die Stellung der Frau in der Gesellschaft im Blick. 1959 waren Frauen im gehobenen Management weitgehend undenkbar. Auch heute ist das Thema nicht unbelastet: Weibliche Führungskräfte verzichten häufig auf Nachwuchs.
Der abgebildete Familien-Terminkalender illustriert es: Die Organisation des Familienalltags ist komplex. Beruf, Haushalt, Schule und Freizeit müssen koordiniert werden. Das ist anspruchsvoll – insbesondere für berufstätige Mütter, die in der Regel in allen Feldern aktiv sind. Mama hat sich, wie der Blick in die Terminliste zeigt, ihre „Wellness“ vermutlich verdient. Die objektive Messung bestätigt diese Einschätzung.
Kinder halten die Außenkontakte und sind der Spiegel der Familie. […] Kinder werden sehr viel mehr an Konsummaßstäben gemessen als die Eltern selbst. […] Oft werden sie deshalb schon in der Schule benachteiligt und in ihren Freizeitaktivitäten eingeschränkt. […] Elf Prozent der Ehefrauen mit schulpflichtigen Kindern geben an, dass sie die Klassenfahrten nicht mehr bezahlen können, und 19 Prozent können den Kindern kein Taschengeld mehr zur Verfügung stellen. Darüber hinaus können sich 19 Prozent nicht mehr leisten, Geld für Bücher bzw. Lernmittel der Kinder auszugeben (infas, 1989: Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf Familie und Kinder).

Themenfelder, die infas zu Familienwelten regelmäßig untersucht sind:

  • Wandel des Sozialstaats und die Auswirkungen auf familiäre Strukturen
  • die Rolle der Frau in der Familie
  • die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie
  • Kindererziehung und -ausbildung
  • Familie und sozialer Status

Kontakt

Doris Hess

Bereichsleiterin Sozialforschung

Tel. +49(0)228/38 22-413
d.hess(at)infas.de