04.10.2011 | Im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat infas eine Untersuchung zum Thema Globalisierung durchgeführt. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, die von infas vom 22. Juni bis zum 24. Juli 2011 erhoben wurde. Die Ergebnisse werden anlässlich des Global Economic Symposium in Kiel vorgestellt, auf dem 400 Experten aus aller Welt, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter von NGOs diskutieren.
Aus der Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung:
"Trotz weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrise – eine deutliche Mehrheit der Deutschen (64 Prozent) verbindet mit der "Globalisierung" etwas Positives. Geprägt wird diese Einstellung vor allem durch die persönliche Lebenssituation der Bürger. Zwar sind sich die Befragten durchaus der Globalisierungsrisiken bewusst, im Alltag der Deutschen spielen diese aber offenbar nur eine untergeordnete Rolle.
Die Studie zeigt, dass der Einfluss der Globalisierung auf die persönliche Situation als relativ gering angesehen wird. So glauben nur 25 Prozent der Befragten, dass ihre soziale Absicherung ohne Globalisierung besser wäre. 22 Prozent der Bürger sind der Auffassung, dass ihre Arbeitsbelastung geringer wäre. 15 Prozent nehmen an, dass ihr Einkommen höher wäre und 14 Prozent glauben, ihr Arbeitsplatz wäre ohne die Globalisierung sicherer.
Dem Einfluss der Globalisierung auf die Situation Deutschlands messen die Bürger größere Bedeutung zu als auf die persönlichen Lebensverhältnisse. 55 Prozent der Befragten meinen, das Wirtschaftswachstum wäre ohne internationale Verflechtung geringer. 50 Prozent glauben, dass die Staatsverschuldung niedriger wäre. 41 Prozent nehmen dies für die Einkommensunterschiede an. Jeweils 37 Prozent sagen, Arbeitslosigkeit und Armut fielen geringer aus.
Mit Blick auf die weltweiten Auswirkungen des Globalisierungsprozesses sehen die Bürger die größten Nachteile für Umwelt und Klima. 43 Prozent meinen, die Umweltverschmutzung wäre ohne Globalisierung geringer und 37 Prozent glauben, der globale Klimawandel schreite langsamer voran." Die vollständige Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung